11.06.2010 11:06 | Erfolge

Europameisterschaft – Schwedischer Dreifach-Triumph

Mats Andersson (SWE) gewinnt die International European Seniors Championship 2010 im GC Achensee-Pertisau im Stechen gegen Landsmann Per Hildebrand. Ernie Ahsberg auf dem dritten Platz komplettiert die schwedischen Festspiele in Tirol. Bei den Damen kann Virginie Burrus (FRA) ihren Titel aus dem vergangenen Jahr erfolgreich verteidigen.

Mats Andersson (SWE) gewinnt nach Runden von 68, 78 und 72 Schlägen (+5) denkbar knapp im Stechen auf dem ersten Extraloch die International European Seniors Championship 2010 im GC Achensee-Pertisau.

Sein Landsmann Per Hildebrand war nach Tagesergebnissen von 72, 74 und 72 Schlägen nach 54 Löchern gleichauf, somit musste ein Stechen entscheiden. Auf dem ersten Playoff-Loch, der 18 (Par 3), traf Anderson das Grün, Hildebrand hingegen verfehlte es und konnte mit Chip und zwei Putts nicht mehr als ein Bogey notieren. Andersson rollte seinen Birdie-Putt knapp ans Loch und hatte nicht mehr als einem Tap-in zum Gewinn des Europameistertitels.

„Zu Beginn der dritten Runde habe ich mich entschieden noch einmal alles zu geben. Auf der 18 versenkte ich einen 1,5 m langen Putt zum Par, der mich ins Stechen brachte. Das Par im Stechen reichte für den Sieg und ich bin natürlich überglücklich. Ich habe vor langer Zeit gelesen, dass der Spaß beim Golfen nicht zu kurz kommen darf, man aber bei jedem Schlag alles geben muss. Daran habe ich mich in der Finalrunde erinnert und es hat funktioniert“, so der frisch gebackene Europameister aus dem südschwedischen Barsebäck im Interview.

Der bei seinen Kollegen überaus beliebte Ernie Ahsberg macht mit einem Gesamtergebnis von +6 den schwedischen Dreifacherfolg komplett. Dabei hätte er mit einem Par auf dem 54. Loch auch noch das Stechen erreichen können. Ein schwacher Chip sowie der nicht gelochte Par-Putt bescheren ihm den dritten Platz, mit dem er sich dennoch sichtlich zufrieden zeigte.

Der einzige Tiroler im Feld, Rudi Hinterholzer, wird nach Runden von 79, 74 und 75 Schlägen (+15) bester Österreicher und belegt mit diesem Ergebnis den beachtlichen 14. Platz. „Ich bin mit meinem Ergebnis bei diesem Turnier mehr als zufrieden, zudem ich der Spieler mit dem höchsten Handicap war, der den Cut geschafft hat. Besonders hervorheben möchte ich aber die Arbeit und den Idealismus der vielen freiwilligen Helfer, die mitgeholfen haben, dass diese Europameisterschaft ein voller Erfolg war“, so der sympathische Tiroler.

Burrus kürt sich zur Doppel-Europameisterin

Die Europameisterin von 2009, Virginie Burrus (FRA), holt sich neuerlich den Titel und dies im Stile eines Champions. Nach Runden von 76, 73 und 72 Schlägen (+8) gewinnt sie die International European Seniors Championships mit dem gewaltigen Vorsprung von 12 Schlägen. „Mein langes Spiel war die ganze Woche sensationell gut. Dafür waren meine Putts eher bescheiden. Ich bin sehr zufrieden, meinen Europameistertitel verteidigt zu haben. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, da bin ich am Achensee sicher wieder mit dabei“, so eine glückliche Virginie Burrus.

Guenda Preti-Moavero (ITA) belegt den zweiten Rang, Helen Jones (NIR) landet auf dem dritten Platz (beide 233 Schläge, +20).

Magdalena Lassl, die einzige Österreicherin im Cut, spielt Tagesergebnisse von 84, 81 und 77 Schlägen (+29) und erreicht den 18. Rang. „Heute war ich mit meinem Spiel auf 16 Löchern äußerst zufrieden. Zwei Löcher habe ich im Wind leider nicht so gut gespielt. Da war ich bei den Grünschlägen jeweils um mindestens ein Eisen zu kurz. Daraus resultierte ein Doppel- und ein Triplebogey. Ich bin jedenfalls sehr stolz für Österreich spielen zu dürfen und freue mich den Cut geschafft zu haben“, so Magdalena Lassl nach der Runde.

Bei den Supersenioren (Herren über 65 Jahre, Damen über 60) gibt es einen englischenen Sieg zu vermelden. Es gewinnt Geoff King (+15) bei den Herren und die Schweizerin Mimmi Guglielmone (+25) bei den Damen.

Der GC Achensee-Pertisau präsentierte sich als perfekter Gastgeber für die besten Golfsenioren Europas. Das Gesamtpaket Achensee, mit Platz, Gastronomie, Sekretariat, Hotels, Pensionen und nicht zuletzt dem atemberaubendem Panorama, muss keine Vergleiche scheuen. Deshalb auch der Grundtenor vieler Spieler/innen: „Wir kommen nächstes Jahr sicher wieder“. Ein größeres Kompliment kann man den Turnierverantwortlichen rund um Tommie Basquille (EGA), Willy Selak (ÖGV) und Angelika Zeisler (GC Achensee-Pertisau) kaum machen. Auch der Präsident des GC Achensee-Pertisau, Franz Müller, zeigt sich angesichts des positiven Feedbacks sehr zufrieden.